Die Rostocker Bürgerschaftsfraktion der SPD ist enttäuscht, dass der Antrag zur Absage des Konzerts Xavier Naidoos im August 2021 keine Mehrheit finden konnte.

Bei einer namentlichen Abstimmung stimmten die Mitglieder der Fraktion der SPD und der Fraktion DIE LINKE.PARTEI für den Antrag. Die restlichen Mitglieder stimmten gegen den Antrag oder enthielten sich. Hierzu erklärt das Fraktionsmitglied Dr. Stefan Posselt: „Eine Enthaltung kam einer Nein-Stimme gleich. Das muss jedem Mitglied der Bürgerschaft klar sein. Xavier Naidoo nutzt seine Stellung als Künstler als Plattform, um gegen Minderheiten zu hetzen, Vertreter demokratischer Parteien anzugreifen und die Existenz der Bundesrepublik Deutschland anzuzweifeln. Dieses hat er selbst zugegeben. Mit unserem Antrag ging es uns nicht darum, die Freiheit der Kunst anzugreifen. Wir wollten zeigen, dass eine Stadt nicht extra den roten Teppich für einen Menschen ausrollen muss, der einen wegen versuchten Mordes verurteilten ehemaligen NPD-Kader als „wahren Helden“ bezeichnet. Wir appellieren an das Gewissen Aller und hoffen, dass Viele dem Konzert fern bleiben“.

Das Engagement für ein weltoffenes und multikulturelles Rostock geht nun weiter. Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker sind Feinde der Demokratie und haben in ihr keinen Platz.


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