Discgolf im Kringelgraben

Hält eine neue Sportart im Kringelgraben Einzug? Das regen das SBZ Südstadt/Biestow und der Verein “Endzonis Ultimate Frisbee e.V.” an und stellten ihr Projekt auf der Sitzung des Ortsbeirates Südstadt am 03. September vor. Da die Unterlagen nun Rostocker Bürgerinformationssystem öffentlich eingestellt sind, darf auch ich sie in einem Bericht für euch verwenden.

Doch was ist überhaupt Discgolf? In dem Sport geht es darum, dass ihr mit einer Frisbee-Scheibe auf Körbe werft. Diese werden fest in der Landschaft installiert, sind oftmals aus Metall und somit sehr robust gegen Vandalismus und Wetter. Während des Spiels wandert ihr von Korb und Korb – Am Ende gewinnt, wer mit den wenigsten Versuchen seine Frisbee-Scheibe in alle Körbe werfen konnte.

Beispiel eines Discgolf-Korbes

In Rostock gibt es bereits einen Discgolf-Parcours im Barnstorfer Wald, der sehr gut angenommen wird. Laut Aussage vom “Endzonis Ultimate Frisbee e.V.” wird dieser sogar von interessierten Touristen aktiv aufgesucht und in die Urlaubsplanung mit eingebunden. Jener Parcours ist aber vor allem für Fortgeschrittene und Profis interessant. Was fehlt, ist eine Anfängerstrecke. Und diese soll es bald im östlichen Kringelgraben geben.

Die Idee zu dem Projekt stammt von den Kids unseres SBZs Südstadt/Biestow. Mit der Installation der Körbe auf den Grünflächen des Parks wird nahezu keine Fläche versiegelt, ist gut erreichbar und birgt ein nur geringes Risiko für die Passanten. Auf Letzteres wurde bei ersten Begehungen im Kringelgraben besonderen Wert gelegt. Denn auch beim Discgolf gilt wie bei jeder anderen Sportart die gegenseitige Rücksichtnahme. Auf der Sitzung des Ortsbeirats Südstadt betonten die Initiatoren ausdrücklich, dass es im Barnstorfer Wald bisher zu keinen nennenswerten Komplikationen zwischen Passanten und Discgolfern gekommen war.

Geplant sind sieben Körbe im östlichen Kringelgraben, die jeweils von zwei Ausgangspunkten aus bespielt werden können (Stand: Sitzung des Ortsbeirates Südstadt, September 2020)

Die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung sind schon sehr weit fortgeschritten, so dass auf der September-Sitzung des Ortsbeirates sieben Standorte der Körbe vorgestellt werden konnten. Ihr werdet sehen, dass nur wenige davon sich mit den Wegen im Kringelgraben kreuzen und auch keine Wurfrichtungen zum Teich bestehen. Ich meine: Die Konzeption wirkt somit sehr durchdacht und versucht möglichst viele Komplikationen zu vermeiden.

Offen ist noch die Finanzierung der Körbe. Vorsichtig kalkuliert kostet deren Anschaffung und Aufstellung insgesamt mindestens 6.000€. Im Vergleich zu anderen Investitionen der Stadt also nicht allzuviel Geld – Was aber trotzdem beschafft werden muss.


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